Ausgewählte Projekte!
Wie Planung? Ist doch ein Fahrradladen … oder?
Nein. Sind wir nicht. Also doch – aber eben mehr. Wir sind Stadtplaner. Wir sind Fahrrad-Enthusiasten. Wir sind Mechaniker. Wir sind zertifizierte Mobilitätsberater. Wir beraten, sind Partner der Bundesregierung und arbeiten in Forschungsprojekten. Dabei entwickeln wir zukunftsfähige Mobilitätskonzepte. Eine kleine Auswahl davon zeigen wir hier.
-
Forschungsprojekt: EINFACH UMSTEIGEN – Lastenräder für Unternehmen, Berlin (2026)
Im Auftrag der Senatsverwaltung betreut isicargo gemeinsam mit DEM EU-Projekt UNCHAIN ein praxisnahes Testprogramm für gewerbliche Lastenräder. Ziel ist es, im Sommer 2026 Unternehmen aus Handwerk, Handel und Dienstleistung den Einsatz von Cargobikes zu ermöglichen und deren Potenziale unter realen Bedingungen zu erproben. Die teilnehmenden Betriebe testen unterschiedliche Lastenradtypen in Verbindung mit einem neuem digitalen Routenplaner für den Fahrradverkehr. Neben der praktischen Nutzung stehen Fragen zu Wirtschaftlichkeit, Organisation, Infrastruktur und Einsatzgrenzen im Fokus. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen ein in einen öffentlichen Berliner Unternehmertag am 17. Juni 2026 sowie in konkrete Empfehlungen für Unternehmen zur Weiterentwicklung des nachhaltigen Wirtschaftsverkehrs in der Hauptstadt.
-
Mobilitätsberatung: Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz“ eG für das Neue Gartenfeld, Berlin (2025)
Am Ostseeplatz im Berliner Quartier „Neues Gartenfeld“ begleiteten wir die Entwicklung eines zukunftsweisenden Mobilitätskonzepts für rund 600 Bewohner:innen. Ziel ist ein autoarmes, sozial durchmischtes Wohnumfeld, in dem nachhaltige Mobilität im Alltag funktioniert – einfach, komfortabel und für alle zugänglich. Im Fokus unserer Arbeit standen die realistische Bewertung des Stellplatzbedarfs, die Stärkung des Fahrradverkehrs sowie die Integration von Sharing-Angeboten. Dabei analysierten wir bestehende Planungen, hinterfragten Annahmen und entwickelten konkrete Ansätze, um den Mobilitätsanspruch des Quartiers auch praktisch umzusetzen.
-
Mobilitätskonzept: Grüner Weiler W1OXF, Münster (2024)
Für das Projekt „Grüner Weiler“ entwickelten wir ein ganzheitliches Mobilitätskonzept mit dem Ziel, nachhaltige Mobilität konsequent im Quartier zu verankern und den privaten Autobesitz deutlich zu reduzieren. Ausgehend von rund 250 Bewohner:innen analysierten wir den zukünftigen Mobilitätsbedarf und überführten diesen in ein multimodales Konzept, das auf Fahrradnutzung, Sharing-Angeboten und kurzen Wegen basiert. Herzstück des Ansatzes war eine leistungsfähige Fahrradinfrastruktur mit über 500 Fahrradstellplätzen, darunter ein signifikanter Anteil für Lastenräder und Sonderfahrzeuge. Durch die Kombination aus stationärem Carsharing, Cargobike-Sharing und einem gezielten Mehrangebot an Fahrradstellplätzen konnte der Bedarf an klassischen Pkw-Stellplätzen von ursprünglich über 100 auf rund 25 Stellplätze reduziert werden. Ergänzt wurde das Konzept durch Mobilitätsstationen, eine Quartiers-App sowie gemeinschaftlich organisierte Angebote nach dem Prinzip „Teilen statt Besitzen“. In einer zweiten Phase wurde die Umsetzung des Cargobike-Sharings ebenfalls durch isicargo durchgeführt und betreut, so dass die Bewohner heute auf ca. 10 unterschiedliche Lastenrädern App-gesteuert zugreifen können.
-
Forschungsprojekt: Smarte Mobilität im ländlichen Raum (2022-2024)
Wie funktioniert nachhaltige Mobilität dort, wo Wege weit sind und Angebote fehlen? Genau dieser Frage sind wir im Forschungsprojekt zur smarten Mobilität im ländlichen Raum nachgegangen – mit einem besonderen Fokus auf die Region rund um Lutherstadt Eisleben.
Zwischen 2022 und 2024 arbeiteten wir als Teil eines interdisziplinären Forschungskonsortiums aus Praxis, Planung und Wissenschaft zusammen. Gemeinsam analysierten wir bestehende Mobilitätsstrukturen, identifizierten Versorgungslücken und entwickelten neue, bedarfsorientierte Lösungen für den ländlichen Raum. Im Mittelpunkt standen flexible und vernetzte Angebote: Sharing-Modelle, bedarfsgesteuerte Verkehre und die intelligente Kombination verschiedener Verkehrsmittel. Ziel war es, Mobilität nicht nur nachhaltiger zu gestalten, sondern vor allem alltagstauglich – auch ohne eigenes Auto. Das Projekt machte deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit im Konsortium ist: Nur durch die Verbindung von Forschung, kommunaler Praxis und konkreter Umsetzung konnten tragfähige Modelle entstehen. Eisleben wurde so zum Reallabor für neue Mobilität – und zeigt, wie auch im ländlichen Raum zukunftsfähige Lösungen entstehen können.
-
Betriebliche Mobilität – "Mobil gewinnt" für Last Mile Logistik (2024)
Im Rahmen des Förderprogramms „Mobil gewinnt“ entwickelten wir 2024 Mobilitätskonzepte für Unternehmen wie Hermes, VEMO und den Kietzbote. Ziel war es, betriebliche Mobilität neu zu denken – effizienter, nachhaltiger und näher am tatsächlichen Bedarf der Mitarbeitenden. In unserer Rolle als Berater analysierten wir bestehende Mobilitätsstrukturen, Pendelverhalten und betriebliche Abläufe. Darauf aufbauend entwickelten wir konkrete Maßnahmen, die den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll sind. Die Konzepte bildeten die Grundlage für die Umsetzung konkreter Maßnahmen im Rahmen der Breitenförderung von „Mobil gewinnt“. In allen beteiligten Unternehmen wurden daraufhin unter anderem Fahrzeuge für die Last-Mile-Logistik angeschafft – mit Förderungen von bis zu 60.000 € pro Vorhaben. Die Projekte zeigten: Betriebliche Mobilität ist ein entscheidender Hebel für die Verkehrswende – wenn sie strategisch geplant und konsequent umgesetzt wird.
-
Ehrenamtskonzept – Lastenräder 8Plus VITAL.NRW (2021)
Für den Kreis Warendorf (NRW) entwickelten wir ein Ehrenamtskonzept für den Betrieb und Verleih von Lastenrollern im Projekt „8Plus VITAL.NRW“. Ziel war ein offenes, gemeinschaftlich getragenes System, das langfristig funktioniert. Über zwei Jahre hinweg arbeiteten wir in mehreren Veranstaltungen gemeinsam mit lokalen Akteur:innen, Projektpartnern und ehrenamtlichen Fahrer:innen an konkreten Lösungen – von Nutzung und Ausleihe über Organisation und Kommunikation bis hin zu rechtlichen Rahmenbedingungen. Das Ergebnis: ein tragfähiges Netzwerk, klare Abläufe und ein wachsendes Benutzerhandbuch, das den sicheren Betrieb der Räder und die Weiterentwicklung des Projekts ermöglicht. Angeschafft wurden hierbei 16 Rikschas und Therapieräder für insgesamt zwölf Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen im Kreis.
-
Mobilitätskonzept: Mobilitätsstation am Bahnhof, Drensteinfurt (2020)
Für den Bahnhof in Drensteinfurt hat isicargo 2020 ein Konzept für eine Mobilitätsstation entwickelt, das die Anbindung zwischen Bahn, Fahrrad und Sharing-Angeboten deutlich verbessert. Geplant sind gesicherte Fahrradstellplätze, Ladepunkte für E-Bikes, Carsharing-Stellplätze und eine intuitive Wegweisung – damit der Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel im ländlichen Raum einfach und attraktiv wird.